Beethoven und Buchmesse: Neues Jahr, neues Glück!

Das Beethoven-Jubiläum geht in die Verlängerung und auch Kanada als Ehrengast der Frankfurter Buchmesse erhält 2021 eine neue Chance.

2020 hätte das Jahr gleich zwei großer Kultur-Highlights werden sollen. In den Hauptrollen: kanadische Literatur auf den Bühnen der Buchmesse und Ludwig van Beethovens runder Geburtstag.

BTHVN2020: virtuos und virtuell

Klassikbegeisterte hatten sich das Jubiläumsjahr zu Ehren Ludwig van Beethovens anders vorgestellt. Zahlreiche Veranstaltungen mussten im Zuge der Corona-Pandemie abgesagt oder verschoben werden. Dies betrifft einen Großteil der insgesamt rund 300 Projekte. Die gute Nachricht ist: das Beethoven-Jubiläum  geht in die Verlängerung und wird nun noch bis voraussichtlich September 2021 fortgeführt. Ludwig van Beethovens 250. Geburtstag fällt auf den 17. Dezember 2020. Was fulminanter Höhepunkt der Feierlichkeiten werden sollte, könnte nun symbolisch die Verlängerung ins Folgejahr einläuten. Auch wenn die Kulturbranche insgesamt hart getroffen wurde, gilt es den Blick nach vorne zu richten. „Die Lust auf Beethoven ist ja nicht verloren gegangen“, meint Malte Boecker, Direktor des Beethoven-Hauses und Künstlerischer Geschäftsführer der BTHVN2020 Beethoven Jubiläums GmbH. In der Zwischenzeit feiert Bonn mit der Welt virtuell. Hier findet sich eine Übersicht zu digitalen BTHVN2020-Projekten.

Auch auf der anderen Seite des Atlantiks wird das Beethoven-Jahr gefeiert. Zu Beginn des Jahres brachten Les Grands Ballets das 2017 uraufgeführte Stück Danser Beethoven/Dancing Beethoven anlässlich des Jubiläums wieder auf die Bühne. Nicht nur Beethovens Sinfonien schlagen ein. Ein weiterer Brückenschlag von Kanada nach Deutschland wurzelt auch in dem Nachlass des deutschen Choreographen Uwe Scholz, dessen Arbeit die Montrealer Herzen im Sturm eroberte.

Unter Federführung des Goethe Pop Up Kansas City veranstalteten Goethe-Institute in Nordamerika, darunter auch die drei kanadischen in Montreal, Ottawa und Toronto, die digitale Serie Ludwig Van - Eine cineastische Feier zu Beethovens 250. Geburtstag. Jeder Dokumentarfilm widmet sich einem anderen Aspekt von Beethovens Werk und Leben und lässt das Publikum Einflüsse und Interpretationen seiner Musik weltweit erkunden.

Beethoven war, ist und bleibt in aller Munde und Ohren. Nicht zuletzt ein Podcast des Orchesters Heidelberg erinnert bereits in seinem Titel daran: Let’s talk about Ludwig.

Kanada als Ehrengast auf der Frankfurter Buchmesse

Erst kürzlich wurde verkündet, dass die Frankfurter Buchmesse 2020 stattfinden soll, da folgt jetzt die Bekanntgabe, dass Kanada im Herbst nur digital vertreten sein wird. Doch damit nicht genug: als Gastland und Ehrengast der Frankfurter Buchmesse bekommt Kanada im kommenden Jahr eine zweite Chance. Dann kann und wird sich das Land auch physisch auf der großen Literaturbühne zeigen können. Die virtuelle Präsenz in diesem Jahr kann als „Vorgeschmack auf das für 2021 geplante Programmpaket“ gesehen werden, so der Minister für kanadisches Kulturerbe Steven Guilbeault. Dass eine Verschiebung der Ehrengastrolle Kanadas überhaupt möglich ist, fußt auch auf der Bereitschaft der kommenden Gastländer, ihre jeweiligen Auftritte um ein Jahr nach hinten zu verschieben. Damit „beweisen Kanada, Spanien, Slowenien und Italien Solidarität. Darauf kommt es gerade jetzt in der Krise besonders an“, so Michelle Müntefering, Staatsministerin im Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland. Ferner würdigt sie die Gastländer mit den Worten: „Die Ehrengäste geben der Frankfurter Buchmesse Jahr für Jahr ein unverwechselbares Gesicht und laden ein zu einem Dialog mit der Welt. Das macht die Buchmesse zu einem Leuchtturm der internationalen kulturellen Zusammenarbeit“. Weitere Stimmen zur physischen Verschiebung des Auftritts Kanadas in Frankfurt finden Sie hier.

Über digitale Angebote und Initiativen rund um das Beethoven-Jubiläum und Kanadas Gastlandauftritt bei der Frankfurter Buchmesse informieren wir fortlaufend vor allem auf unserer Facebook-Seite.

 

[DGM_CultureBeats]

Foto: Britt Krukau/DGM

 

 

 

 

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